Rabatt-Gewinn-Rechner – Marge & nötigen Mehrabsatz berechnen

Sehen Sie, wie ein Rabatt Verkaufspreis, Rohertrag und Marge verändert und wie viel zusätzlicher Absatz nötig ist, um den bisherigen Rohertrag zu halten.

Rabatt- und Ergebnisdaten

In beiden Szenarien dieselbe Kostendefinition verwenden.
%
Einheiten oder vergleichbare Verkäufe zum Normalpreis für einen einheitlichen Zeitraum.
Prüfen Sie, ob der erwartete Mehrabsatz den niedrigeren Rohertrag je Einheit ausgleicht.
Schnellbeispiele

Beispielszenario laden und anschließend mit eigenen Werten anpassen.

Rabattwirkung

Verkaufspreis nach Rabatt
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Rohertrag / Einheit nach Rabatt
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Marge nach Rabatt
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Rohertragsverlust / Einheit
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Rohertragsrückgang / Einheit
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Erforderlicher Rabattabsatz
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Erforderlicher Mehrabsatz
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Umsatz bei erforderlichem Absatz
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Erwarteter Rohertrag vs. Basis
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Was macht der Rabatt mit Ihrem Rohertrag?

Preis, Kosten und Rabatt eingeben, um die Wirkung zu interpretieren.

Kann Mehrabsatz den Verlust ausgleichen?

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Was beeinflusst das Ergebnis am stärksten?

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Was tun mit dem Ergebnis?

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Weiterrechnen

Prüfen Sie den Rabatt gemeinsam mit Marge, Deckungsbeitrag und Break-even, bevor Sie eine Aktion freigeben.

So funktioniert der Rabatt-Gewinn-Rechner

Ein Rabatt senkt den Verkaufspreis sofort. Die Kosten für eine verkaufte Einheit bleiben jedoch häufig zunächst gleich. Deshalb kann der prozentuale Rückgang des Rohertrags je Einheit deutlich größer sein als der beworbene Rabatt. Der Rechner macht diesen Zusammenhang sichtbar und beantwortet anschließend die praktische Frage: Wie viel mehr muss verkauft werden, um den bisherigen Rohertrag zu erreichen?

Für den Vergleich wird eine einheitliche Kostenbasis je Einheit verwendet. Das Modell eignet sich für Produkte, Aufträge, Dienstleistungspakete oder andere wiederholbare Verkaufseinheiten, wenn Normalpreis und relevante Stückkosten bekannt sind.

Grundformeln

Rabattpreis = ursprünglicher Preis × (1 − Rabatt %)

Ursprünglicher Rohertrag / Einheit = ursprünglicher Preis − Kosten je Einheit

Rohertrag / Einheit nach Rabatt = Rabattpreis − Kosten je Einheit

Marge nach Rabatt = Rohertrag nach Rabatt ÷ Rabattpreis × 100

Solange der Rohertrag je rabattierter Einheit positiv bleibt:

Erforderlicher Rabattabsatz = Basisabsatz × ursprünglicher Rohertrag / Rohertrag nach Rabatt

Erforderlicher Mehrabsatz % = (erforderlicher Absatz ÷ Basisabsatz − 1) × 100

Beispiel: Warum 10% Rabatt deutlich mehr als 10% Mehrabsatz erfordern können

Ein Produkt kostet im Verkauf 100 € und verursacht 60 € Kosten je Einheit. Zum Normalpreis beträgt der Rohertrag 40 € und die Marge 40%. Bei 10% Rabatt sinkt der Verkaufspreis auf 90 €, die Kosten bleiben aber bei 60 €.

Der Rohertrag nach Rabatt beträgt daher nur noch 30 € je Einheit. Für den Kunden sinkt der Preis um 10%, der Rohertrag je Einheit fällt jedoch von 40 € auf 30 € – also um 25%.

Werden normalerweise 100 Einheiten verkauft, liegt der Basis-Rohertrag bei 4.000 €. Um 4.000 € mit 30 € Rohertrag je rabattierter Einheit zu erreichen, sind rechnerisch etwa 133,33 Einheiten nötig, also mindestens 134 ganze Einheiten. Der theoretische Mehrabsatz beträgt rund 33,33%.

Woher kommen die Eingabedaten?

Ursprünglicher Verkaufspreis

Nutzen Sie den regulären Preis desselben Produkts oder derselben Leistung vor der Aktion. Netto- oder Bruttobetrachtung muss zu den Kosten passen.

Kosten je Einheit

Verwenden Sie die für die Entscheidung relevante Kostenbasis, zum Beispiel Einstandskosten oder direkte beziehungsweise variable Stückkosten.

Basisabsatz

Nutzen Sie historische Verkäufe oder eine realistische Prognose zum Normalpreis für denselben Zeitraum, Kanal und Produktumfang.

Ist Ihr Ergebnis realistisch?

Prüfen Sie zuerst das Verhältnis zwischen ursprünglicher Marge und geplantem Rabatt. In diesem vereinfachten Stückmodell entspricht der Rabatt, bei dem der Verkaufspreis genau auf die eingegebenen Kosten fällt, der ursprünglichen Marge. Wird diese Schwelle erreicht, beträgt der Rohertrag je Einheit null. Bei einem noch höheren Rabatt wird er negativ.

  • Ist der notwendige Mehrabsatz überraschend hoch, prüfen Sie zuerst Preis und Kostenbasis.
  • Wird die Marge negativ, klären Sie, ob die Aktion bewusst unter Kosten verkauft oder ob Eingabedaten fehlen.
  • Basisabsatz und erwarteter Rabattabsatz müssen sich auf denselben Zeitraum beziehen.
  • Wenn Lagerbestand, Personal oder Produktionskapazität den berechneten Absatz nicht zulassen, kann der Rabatt nicht allein durch Mehrmenge kompensiert werden.

Was beeinflusst das Ergebnis am stärksten?

Entscheidend ist, wie viel Rohertrag vor dem Rabatt je Einheit vorhanden ist. Ein Produkt mit hoher Marge kann denselben prozentualen Rabatt leichter verkraften als ein Produkt mit knapper Marge. Ist der ursprüngliche Rohertrag gering, frisst derselbe Preisnachlass einen wesentlich größeren Anteil davon auf.

Auch die Kosten je Einheit sind zentral. Steigen Einkauf, Fulfillment oder direkte Arbeitskosten bei unverändertem Rabatt, sinkt der Rohertrag nach Rabatt weiter und der notwendige Mehrabsatz steigt. Eine echte Stückkostensenkung kann den Effekt dagegen teilweise ausgleichen.

Die Entwicklung ist nicht linear: Je näher der Rabattpreis an die Kosten je Einheit kommt, desto näher rückt der Rohertrag pro Verkauf an null – und desto stärker steigt die erforderliche Absatzmenge.

Rabatt ist nicht gleich Rohertragsrückgang

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, 10% Rabatt würden den Gewinn ungefähr um 10% senken. Der Rabatt wird jedoch vom Verkaufspreis berechnet, während der Rohertrag nur der nach Kosten verbleibende Betrag ist.

Beispiel: Verkaufspreis 100 €, Kosten 80 €, Rohertrag 20 €. Ein Rabatt von 10% senkt den Preis auf 90 € und den Rohertrag auf 10 €. Der Preisnachlass beträgt 10%, der Rohertrag je Einheit sinkt aber um 50%. Unter unveränderten Stückkosten wäre der doppelte Absatz nötig, um denselben Rohertrag zu erreichen.

Wann kann Mehrabsatz den Rabatt nicht ausgleichen?

Der Mengenausgleich funktioniert nur, wenn jede rabattierte Einheit noch einen positiven Rohertrag unter der gewählten Kostenbasis erzeugt. Entspricht der Rabattpreis genau den Kosten, trägt jede weitere Einheit null Rohertrag bei. Liegt der Preis darunter, vergrößert jeder zusätzliche Verkauf den Rohertragsverlust.

Auch bei positivem Stückertrag kann der rechnerische Mehrabsatz praktisch unerreichbar sein. Ein notwendiger Absatzanstieg von 80% bedeutet nicht, dass die Nachfrage tatsächlich um 80% wächst. Kapazität, Lagerbestand, Saisonalität, Kannibalisierung und zusätzliche Vertriebskosten können die Schwelle unrealistisch machen.

Was tun mit dem Ergebnis?

  1. Kostenbasis prüfen. Stellen Sie sicher, dass alle für die Entscheidung relevanten Stückkosten enthalten sind.
  2. Erforderlichen mit realistischem Absatz vergleichen. Liegt die Schwelle deutlich über einer glaubwürdigen Absatzsteigerung, sollte der Rabatt überdacht werden.
  3. Mehrere Rabatte testen. Vergleichen Sie zum Beispiel 5%, 10% und 15% statt nur ein Szenario zu betrachten.
  4. Kapazität prüfen. Lager, Produktion, Lieferung und Kundenservice müssen den zusätzlichen Absatz bewältigen können.
  5. Aktion nachmessen. Vergleichen Sie anschließend realisierten Preis, Absatz, Retouren und tatsächliche Stückkosten mit den Annahmen.

Für Schüler, Auszubildende und Studierende

Der Rechner verbindet Prozentrechnung mit grundlegender Preiskalkulation. Sei der reguläre Verkaufspreis P, die Kosten je Einheit K, der Rabattsatz r und der normale Absatz Q. Dann ist der Rabattpreis P(1 − r). Der ursprüngliche Stückertrag ist P − K, nach Rabatt beträgt er P(1 − r) − K.

Um denselben Gesamt-Rohertrag zu erhalten, setzt man Alt und Neu gleich: Q(P − K) = Qr[P(1 − r) − K]. Nach Qr aufgelöst ergibt sich der erforderliche Rabattabsatz.

Aufgabe 1

Ein Produkt kostet 100 € im Verkauf, verursacht 60 € Kosten und wird um 10% rabattiert. Der Basisabsatz beträgt 100 Stück. Berechnen Sie Rabattpreis, Marge und notwendigen Mehrabsatz.

Aufgabe 2

Ein Artikel kostet 52 € und wird regulär für 80 € verkauft. Bei 15% Rabatt werden normalerweise 250 Einheiten zugrunde gelegt. Wie viele Rabattverkäufe sind für denselben Rohertrag nötig?

Aufgabe 3

Ein Dienstleistungspaket kostet 120 € in der Leistungserbringung und regulär 250 €. Bei 20% Rabatt soll der Absatz von 40 auf 55 Pakete steigen. Liegt der erwartete Rohertrag über dem Ausgangswert?

Vereinfachtes Stückmodell: Der Rechner vergleicht den Verkaufspreis mit der eingegebenen Kostenbasis und verwendet die Differenz als Rohertrag für die Rabattbetrachtung. Fixkosten, Steuern, Zahlungsgebühren, Retouren, Marketing, Finanzierung, Kundengewinnungskosten und mögliche Kostenänderungen durch höhere Mengen werden nicht automatisch berücksichtigt. Der berechnete Mehrabsatz ist eine mathematische Schwelle und keine Nachfrageprognose.

FAQ – Rabatt, Marge und erforderlicher Mehrabsatz

Was berechnet der Rabatt-Gewinn-Rechner?
Er zeigt, wie ein prozentualer Rabatt Verkaufspreis, Rohertrag je Einheit und Marge verändert. Anschließend wird berechnet, wie viele Einheiten zum Rabattpreis verkauft werden müssten, um den ursprünglichen Rohertrag zu erreichen. Optional kann ein erwarteter Absatz nach dem Rabatt geprüft werden.
Wie wird der rabattierte Verkaufspreis berechnet?
Rabattierter Preis = ursprünglicher Verkaufspreis × (1 − Rabattsatz). Bei 10% Rabatt auf 100 € ergibt sich ein Preis von 90 €.
Wie wird der Rohertrag je Einheit berechnet?
Rohertrag je Einheit = Verkaufspreis − Kosten je Einheit. Der Rechner verwendet vor und nach dem Rabatt dieselbe eingegebene Kostenbasis, damit die Auswirkung der Preisänderung sichtbar wird.
Wie wird die Marge nach dem Rabatt berechnet?
Marge % = Rohertrag je Einheit ÷ rabattierter Verkaufspreis × 100. Die Marge bezieht sich auf den Verkaufspreis und nicht auf die Kosten.
Wie wird der erforderliche Mehrabsatz berechnet?
Erforderlicher Rabattabsatz = Basisabsatz × ursprünglicher Rohertrag je Einheit ÷ Rohertrag je Einheit nach Rabatt. Der prozentuale Mehrabsatz ergibt sich aus (erforderlicher Absatz ÷ Basisabsatz − 1) × 100. Die Formel funktioniert nur, solange der Rohertrag je rabattierter Einheit positiv bleibt.
Warum kann ein kleiner Rabatt einen deutlich höheren Mehrabsatz erfordern?
Der Rabatt wird vom Umsatz beziehungsweise Verkaufspreis abgezogen, nicht direkt vom Gewinn. Wenn der bisherige Rohertrag je Einheit relativ klein ist, kann schon ein moderater Preisnachlass einen großen Teil davon aufzehren.
Was passiert, wenn der Rabattpreis genau den Kosten entspricht?
Der Rohertrag je Einheit beträgt dann null. Mehr verkaufte Einheiten können einen zuvor positiven Rohertrag nicht wiederherstellen, weil jede weitere Einheit unter diesem vereinfachten Modell keinen Rohertrag beiträgt.
Was passiert, wenn der Rabattpreis unter den Kosten liegt?
Dann entsteht je rabattierter Einheit ein negativer Rohertrag bezogen auf die eingegebene Kostenbasis. Mehr Absatz vergrößert den Rohertragsverlust, statt ihn auszugleichen.
Welche Kosten soll ich je Einheit eingeben?
Verwenden Sie eine konsistente, für die Entscheidung passende Kostenbasis, zum Beispiel Einstandskosten oder relevante direkte beziehungsweise variable Kosten je Einheit. Wechseln Sie die Kostendefinition nicht zwischen Normalpreis und Rabattszenario.
Berücksichtigt der Rechner Fixkosten und Nettogewinn?
Nein. Es handelt sich um ein Stückmodell für Rohertrag und Marge. Fixkosten, Personal, Steuern, Marketing, Zahlungsgebühren, Retouren, Finanzierung und weitere Betriebskosten werden nicht automatisch einbezogen.
Berücksichtigt der Rechner Umsatzsteuer?
Es wird kein Steuersatz automatisch angewendet. Verwenden Sie Preise und Kosten konsistent netto oder brutto, passend zu Ihrem Zweck und den für Sie geltenden steuerlichen beziehungsweise buchhalterischen Regeln.
Was bedeutet Basisabsatz?
Geben Sie die Anzahl an Einheiten, Aufträgen oder vergleichbaren Verkäufen an, die Sie im gleichen Zeitraum zum ursprünglichen Preis erwarten oder historisch erreicht haben.
Wozu dient der erwartete Rabattabsatz?
Damit lässt sich prüfen, ob der erwartete Absatzzuwachs ausreicht, um den niedrigeren Rohertrag je Einheit auszugleichen. Der Rechner vergleicht den erwarteten Rohertrag mit dem ursprünglichen Basis-Rohertrag.
Ist der berechnete Mehrabsatz eine Absatzprognose?
Nein. Es ist eine mathematische Schwelle unter den eingegebenen Preis- und Kostenannahmen. Der Rechner sagt nicht voraus, wie stark Nachfrage, Conversion, Lagerumschlag oder Kundenreaktion tatsächlich steigen werden.