Deckungsbeitragsrechner – Stückdeckungsbeitrag, Quote & Gesamtdeckungsbeitrag

Berechnen Sie den Deckungsbeitrag aus Verkaufspreis und variablen Kosten oder ermitteln Sie den nötigen Verkaufspreis für eine Ziel-Deckungsbeitragsquote. Mit Gesamtdeckungsbeitrag und Fixkostendeckung.

Eingaben zum Deckungsbeitrag

Nur Kosten eintragen, die sich mit der hier betrachteten Absatz- oder Produktionsmenge verändern.
Nur zur Einschätzung, wie weit der Gesamtdeckungsbeitrag die eingegebenen Fixkosten deckt.
Schnellbeispiele

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Ergebnis zum Deckungsbeitrag

Stückdeckungsbeitrag
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Deckungsbeitragsquote
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Verkaufspreis / Einheit
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Variable Kostenquote
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Gesamtdeckungsbeitrag
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Fixkostendeckung
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Nach eingegebenen Fixkosten
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Was bedeutet Ihr Ergebnis?

Verkaufspreis und variable Kosten eingeben, um das Ergebnis einzuordnen.

Deckt der Beitrag die Fixkosten?

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Was beeinflusst das Ergebnis am stärksten?

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Was sollten Sie als Nächstes tun?

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Weiterrechnen

Verbinden Sie den Deckungsbeitrag mit Fixkostendeckung, Gewinnschwelle und konkreter Umsatzplanung.

Was ist der Deckungsbeitrag?

Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel Umsatz nach Abzug der variablen Kosten übrig bleibt. Dieser Betrag dient zunächst dazu, die Fixkosten zu decken. Sind die Fixkosten des betrachteten Zeitraums gedeckt, kann weiterer positiver Deckungsbeitrag zu einem Betriebsergebnis beitragen.

Damit eignet sich der Deckungsbeitrag besonders für Preisentscheidungen, Produktvergleiche, kurzfristige Absatzanalysen und die Break-even-Planung. Er ist jedoch nicht mit Nettogewinn gleichzusetzen. Miete, viele Gehälter, Versicherungen, Software, Abschreibungen, Finanzierungskosten und Steuern können weiterhin anfallen.

Formeln für Deckungsbeitrag und Deckungsbeitragsquote

Stückdeckungsbeitrag = Verkaufspreis je Einheit − variable Kosten je Einheit
Deckungsbeitragsquote = Stückdeckungsbeitrag ÷ Verkaufspreis × 100%
Gesamtdeckungsbeitrag = Stückdeckungsbeitrag × Menge

Wenn die variablen Stückkosten bekannt sind und ein Verkaufspreis für eine Zielquote gesucht wird, lässt sich die Formel umstellen:

Verkaufspreis = variable Kosten je Einheit ÷ (1 − Ziel-Deckungsbeitragsquote)

Die Zielquote wird in der Formel als Dezimalzahl verwendet. Aus 40% wird also 0,40.

Rechenbeispiel

Ein Produkt wird für 100 € verkauft und verursacht 60 € variable Kosten je Stück. Der Stückdeckungsbeitrag beträgt 100 € − 60 € = 40 €. Die Deckungsbeitragsquote beträgt 40 € ÷ 100 € = 40%.

Bei 250 verkauften Einheiten ergibt sich ein Gesamtdeckungsbeitrag von 250 × 40 € = 10.000 €. Liegen die Fixkosten des gleichen Zeitraums bei 7.500 €, verbleiben in diesem vereinfachten Modell 2.500 € nach diesen Fixkosten.

Das bedeutet nicht automatisch, dass der Betrieb 2.500 € endgültigen Nettogewinn erzielt. Nicht berücksichtigte Kosten müssen zusätzlich betrachtet werden.

Woher kommen die Eingabedaten?

Verkaufspreis

Verwenden Sie den tatsächlichen oder geplanten Preis für dieselbe Einheit wie bei den variablen Kosten. Bei häufigen Rabatten sollte zusätzlich der realistische Nettoverkaufspreis getestet werden.

Variable Kosten

Ermitteln Sie sie aus Rechnungen, Stücklisten, Versand- und Fulfilmentdaten, Transaktionsgebühren oder anderen Kosten, die sich tatsächlich mit der Menge verändern.

Fixkosten

Nutzen Sie Fixkosten für denselben Monat, dasselbe Jahr oder denselben Projektzeitraum wie die Absatzmenge. Monatliche Fixkosten und Jahresabsatz dürfen nicht vermischt werden.

Variable Kosten und Fixkosten richtig trennen

Die Aussagekraft des Deckungsbeitrags hängt von einer konsistenten Kostenabgrenzung ab. Variable Kosten verändern sich mit der für die Entscheidung relevanten Beschäftigung oder Absatzmenge. Fixkosten bleiben innerhalb des betrachteten Zeitraums und Beschäftigungsbereichs weitgehend stabil.

Bei einem Produkt können Material, Verpackung oder mengenabhängiges Fulfilment variabel sein. Bei digitalen Leistungen können transaktionsabhängige Gebühren oder nutzungsabhängige Infrastruktur dazugehören. Manche Kosten sind gemischt oder sprungfix und lassen sich nicht perfekt mit einer einfachen Regel einordnen.

Bei Unsicherheit sind mehrere Szenarien sinnvoll. In einer konservativen Variante können Grenzfälle als variabel behandelt werden; in einer zweiten Variante bleiben sie getrennt. So wird sichtbar, wie empfindlich die Entscheidung auf die Kostenabgrenzung reagiert.

Deckungsbeitrag und Bruttomarge sind nicht dasselbe

Beide Kennzahlen vergleichen Umsatz mit Kosten, beantworten aber unterschiedliche Fragen. Der Deckungsbeitrag betrachtet gezielt variable Kosten und dient vor allem internen Entscheidungen. Die Bruttomarge vergleicht Umsatz typischerweise mit dem buchhalterischen Wareneinsatz beziehungsweise den Herstellungskosten.

Übernehmen Sie deshalb eine Prozentzahl nicht einfach von einer Kennzahl in die andere. Selbst bei identischem Verkaufspreis können unterschiedliche Kostenbestandteile zu unterschiedlichen Margen führen.

Ist das Ergebnis realistisch?

Ein positiver Stückdeckungsbeitrag bedeutet, dass jede weitere Einheit einen Beitrag zur Deckung der Fixkosten liefert. Ein Deckungsbeitrag von null deckt lediglich die eingegebenen variablen Kosten. Ein negativer Deckungsbeitrag verschlechtert das Ergebnis vor Fixkosten mit jeder zusätzlich verkauften Einheit.

Eine allgemeingültige „gute“ Deckungsbeitragsquote gibt es nicht. Sie hängt von Branche, Preissetzung, Kostenstruktur, Fixkostenintensität und der gewählten Abgrenzung variabler Kosten ab. Vergleichen Sie deshalb möglichst gleichartige Produkte und Zeiträume.

Wirkt die Quote ungewöhnlich hoch, prüfen Sie fehlende variable Kosten. Ist sie überraschend niedrig, kontrollieren Sie, ob versehentlich fixe Kosten in die variablen Stückkosten eingerechnet wurden.

Was beeinflusst den Deckungsbeitrag am stärksten?

Die direkten Treiber sind Verkaufspreis und variable Kosten je Einheit. Steigt der Preis bei unveränderten variablen Kosten um 1 €, steigt auch der Stückdeckungsbeitrag um 1 €. Sinkt die variable Kostenbasis um 1 €, wirkt sich das genauso direkt aus.

Die Menge verändert die Deckungsbeitragsquote bei konstanten Stückwerten nicht, skaliert aber den Gesamtdeckungsbeitrag. Deshalb kann selbst ein guter Stückdeckungsbeitrag bei geringer Absatzmenge zu wenig sein, um hohe Fixkosten zu decken.

Rabatte sollten gezielt getestet werden. Bleiben variable Kosten gleich, kann eine Preissenkung von 5% den Deckungsbeitrag prozentual deutlich stärker reduzieren. Die dynamische Auswertung oben zeigt für Ihre Werte den Effekt einer Preisänderung und eines Anstiegs der variablen Kosten.

Was tun mit dem Ergebnis?

  1. Kostenabgrenzung prüfen. Der Deckungsbeitrag ist nur so belastbar wie die Einordnung der variablen Kosten.
  2. Produkte einheitlich vergleichen. Verwenden Sie bei allen Vergleichsprodukten dieselben Regeln für variable Kosten.
  3. Rabatte und Preisänderungen testen. Vor Aktionen oder Verhandlungen sollte die Quote neu berechnet werden.
  4. Gesamtdeckungsbeitrag den Fixkosten gegenüberstellen. Ein positiver Stückdeckungsbeitrag garantiert noch keine Gesamtrentabilität.
  5. Bei Änderungen neu rechnen. Einkaufspreise, Versand, Zahlungsgebühren und Verkaufspreise können das Ergebnis schnell verändern.

Für kaufmännische Schüler, Auszubildende und Studierende

Der Deckungsbeitrag ist ein zentrales Konzept der Kosten- und Leistungsrechnung. Sei P der Verkaufspreis pro Einheit, V die variablen Kosten je Einheit und Q die Menge. Dann gilt: Stückdeckungsbeitrag = P − V, Gesamtdeckungsbeitrag = Q(P − V) und Deckungsbeitragsquote = (P − V) ÷ P.

Fixkosten werden bei der Berechnung des Deckungsbeitrags selbst nicht abgezogen. Sie werden aus dem Gesamtdeckungsbeitrag gedeckt. In einem vereinfachten Einproduktmodell entspricht das Ergebnis nach Fixkosten dem Gesamtdeckungsbeitrag minus Fixkosten.

Aufgabe 1

Ein Produkt wird für 80 € verkauft und verursacht 48 € variable Kosten je Stück. Berechnen Sie Stückdeckungsbeitrag und Deckungsbeitragsquote.

Aufgabe 2

Eine Leistung verursacht 30 € variable Kosten und soll eine Deckungsbeitragsquote von 50% erreichen. Berechnen Sie Verkaufspreis und Stückdeckungsbeitrag.

Aufgabe 3

Ein Produkt wird für 25 € verkauft, variable Kosten betragen 10 €, Absatzmenge 600 Stück und Fixkosten 7.000 €. Berechnen Sie Gesamtdeckungsbeitrag und den vereinfachten Betrag nach Fixkosten.

Vereinfachtes Entscheidungsmodell: Der Rechner verwendet die eingegebenen variablen und fixen Kosten. Steuern, Finanzierung, Kapazitätsgrenzen, Produktmix, sprungfixe Kosten, Retouren, Rabatte oder nicht erfasste Kosten werden nicht automatisch berücksichtigt. Verwenden Sie konsistente Zeiträume und Kostenabgrenzungen.

FAQ – Deckungsbeitrag, variable Kosten und Deckungsbeitragsquote

Was ist der Deckungsbeitrag?
Der Deckungsbeitrag ist der Umsatz abzüglich der variablen Kosten. Pro Stück entspricht er dem Verkaufspreis minus variable Stückkosten. Der Betrag steht zur Deckung der Fixkosten und danach für ein Betriebsergebnis zur Verfügung.
Wie lautet die Formel für den Stückdeckungsbeitrag?
Stückdeckungsbeitrag = Verkaufspreis je Einheit − variable Kosten je Einheit.
Wie berechne ich die Deckungsbeitragsquote?
Teilen Sie den Stückdeckungsbeitrag durch den Verkaufspreis und multiplizieren Sie mit 100. Alternativ lässt sich die Quote aus Gesamtdeckungsbeitrag ÷ Gesamtumsatz berechnen.
Was bedeutet eine Deckungsbeitragsquote von 40%?
Unter den eingegebenen Kostenannahmen bleiben 40% jedes Umsatz-Euro nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten und anschließend für ein Ergebnis übrig. Das ist nicht automatisch eine Nettogewinnmarge von 40%.
Sind Deckungsbeitrag und Bruttomarge dasselbe?
Nicht zwingend. Der Deckungsbeitrag zieht die für die Analyse definierten variablen Kosten ab. Die Bruttomarge basiert üblicherweise auf dem buchhalterischen Wareneinsatz bzw. den Herstellungskosten. Die Kostenabgrenzung kann sich unterscheiden.
Sind Deckungsbeitragsquote und Kalkulationsaufschlag dasselbe?
Nein. Ein Kalkulationsaufschlag bezieht einen Ergebnisbetrag typischerweise auf Kosten. Die Deckungsbeitragsquote bezieht den Deckungsbeitrag auf den Umsatz und betrachtet gezielt variable Kosten.
Kann der Deckungsbeitrag negativ sein?
Ja. Liegen die variablen Stückkosten über dem Verkaufspreis, erzeugt jede zusätzliche Einheit einen negativen Deckungsbeitrag vor Fixkosten. Dann sollten Preis, variable Kosten und Kostenabgrenzung geprüft werden.
Kann die Deckungsbeitragsquote 100% betragen?
Sie kann 100% erreichen, wenn die im Modell verwendeten variablen Kosten null sind. Im Zielquoten-Modus muss die Quote unter 100% liegen, weil bei positiven variablen Kosten für 100% kein endlicher Verkaufspreis existiert.
Welche Kosten gehören zu den variablen Kosten?
Berücksichtigen Sie Kosten, die sich mit der für die Entscheidung relevanten Menge verändern, zum Beispiel Material je Stück, mengenabhängige Versandkosten oder transaktionsabhängige Gebühren. Die Einordnung hängt vom Betrieb und vom Betrachtungszeitraum ab.
Sollen Fixkosten in die variablen Stückkosten eingerechnet werden?
Nein. Halten Sie Fixkosten in diesem Rechner getrennt. Das optionale Fixkostenfeld dient nur dazu zu zeigen, ob der Gesamtdeckungsbeitrag der eingegebenen Menge diese Fixkosten deckt.
Warum verändert die Menge die Deckungsbeitragsquote nicht?
Bleiben Verkaufspreis und variable Stückkosten konstant, steigen Umsatz, variable Gesamtkosten und Gesamtdeckungsbeitrag proportional mit der Menge. Stückdeckungsbeitrag und Quote bleiben deshalb gleich.
Wie berechne ich den Verkaufspreis für eine Ziel-Deckungsbeitragsquote?
Bei positiven variablen Stückkosten gilt: Verkaufspreis = variable Stückkosten ÷ (1 − Ziel-Deckungsbeitragsquote als Dezimalzahl). Der Rechner kann diesen Wert direkt ermitteln.
Berücksichtigt der Rechner Umsatzsteuer oder Ertragsteuern?
Nein. Verwenden Sie Preis und Kosten auf einer einheitlichen steuerlichen Basis, die zu Ihrer Analyse passt. Die steuerliche Behandlung hängt von Land und Buchführung ab.
Warum kann das tatsächliche Betriebsergebnis abweichen?
In der Praxis können Mischkosten, sprungfixe Kosten, Retouren, Rabatte, Kapazitätsgrenzen, Produktmix, Steuern sowie Preis- und Kostenänderungen das Ergebnis verändern. Rechnen Sie bei geänderten Annahmen neu.