E-Auto-Reichweitenrechner – Akku, Verbrauch & Reserve

Schätzen Sie die verbleibende Elektroauto-Reichweite aus nutzbarer Akkuenergie, Ladestand, Reserve und Realverbrauch. Berücksichtigen Sie Fahrbedingungen und Nebenverbraucher und prüfen Sie den erwarteten Ladestand nach einer geplanten Strecke.

Akku, Verbrauch und Strecke

kWh
%
%
Keine Netzenergie einschließlich Ladeverlusten verwenden.
%
%
kW
Heizung, Kühlung und andere dauerhafte Verbraucher.
km/h
km
Schnelle Reichweiten-Szenarien

Geschätzte E-Auto-Reichweite

Reichweite bis zur Reserve
—
Reichweite in Kilometern
—
Reichweite in Meilen
—
Energie bis zur Reserve
—
Angepasster Verbrauch
—
Reichweite von 100% bis Reserve
—
Energie der Reserve
—
Erwarteter Ladestand am Ziel
—
Streckenreserve
—
Geschätzte Fahrzeit
—
Reichweitenänderung zum Grundverbrauch
—
—

Mit der Reichweiten-Schätzung weiterplanen

Reichweite in eine konkrete Reisekette übersetzen, die Grenzen idealer Ladezeit verstehen und die Strecke mit einer echten Reserve kalkulieren.

Ihr Akkufenster

Endet die Fahrt oberhalb der Reserve?

Verfügbare Energie—
Reichweite bis Reserve—
Ladestand am Ziel—
—

—

—

Welche Reichweite der Rechner ermittelt

Der Rechner erstellt eine Energiebilanz aus nutzbarer Akkukapazität, Start-Ladestand, Reserve und Verbrauch. Das Ergebnis ist keine WLTP-Angabe und kein verstecktes Fahrzeugmodell, sondern ein nachvollziehbares Szenario.

Für die geplante Strecke werden benötigte kWh, erwarteter SoC am Ziel und Kilometerreserve berechnet. Live-Verkehr, Höhenprofil, Wetter und aktuelle Batterietemperatur stehen nicht zur Verfügung.

Ein Verbrauchswert von einer ähnlichen Fahrt ist oft aussagekräftiger als ein günstiger Normwert. Winter-Autobahn und milde Stadtfahrt benötigen getrennte Annahmen.

Formel mit Ladestand und Sicherheitsreserve

Verfügbare Energie = nutzbare Akku-kWh × (Start-SoC − Reserve-SoC) ÷ 100
Reichweite = verfügbare Energie ÷ angepasste kWh/100 km × 100

Für Reichweite ab 100% wird nur der Startwert durch 100% ersetzt. Die Reserve bleibt im Akku und zählt nicht zur planmäßig genutzten Fahrenergie.

Liegt der Start-Ladestand nicht über der Reserve, existiert kein positives Fahrfenster.

Brutto- und Nettokapazität des Akkus

Die Bruttokapazität beschreibt die gesamte ausgewiesene Energiemenge des Packs. Das Batteriemanagement schützt obere und untere Bereiche. Für die Reichweitenrechnung ist die tatsächlich nutzbare Nettoenergie entscheidend.

Ist nur Brutto bekannt, wird sie mit dem nutzbaren Anteil multipliziert. Ziehen Sie den gewünschten Fahrpuffer nicht zusätzlich von dieser Kapazität ab; dafür existiert das eigene Reservefeld.

Ein aktueller Gesundheitszustand kann über eine reduzierte nutzbare Kapazität abgebildet werden. Derselbe Alterungseffekt darf nicht zweimal abgezogen werden.

Verbrauchseinheiten sicher umrechnen

EingabeBedeutungUmrechnung auf kWh/100 km
kWh/100 kmEnergie je 100 KilometerDirekt verwenden
kWh/100 miEnergie je 100 MeilenDurch 1,609344 teilen
mi/kWhMeilen Reichweite je kWh62,1371 ÷ mi/kWh
km/kWhKilometer Reichweite je kWh100 ÷ km/kWh

Verwendet wird Batterieverbrauch während der Fahrt. Netz-kWh einschließlich Ladeverlusten würden die Reichweite fälschlich verkürzen.

Temperatur, Autobahn, Höhenprofil und Wind

Kälte oder Hitze können Batterie und Klimatisierung belasten. Hohes Tempo erhöht den Luftwiderstand; Steigung, Gegenwind, nasse Straße, Reifendruck, Zuladung und Fahrstil verändern ebenfalls den Energiebedarf.

Die beiden Prozentfelder machen den Auf- oder Abschlag sichtbar. Positive Werte erhöhen den Grundverbrauch, negative beschreiben günstigere Bedingungen. Beide werden addiert, bevor die Nebenleistung hinzukommt.

Ein bereits im Winter gemessener Autobahnverbrauch braucht nicht erneut den vollständigen Winter- und Autobahnaufschlag.

Heizung und Klimaanlage aus Leistung und Zeit

Zusatzverbrauch kWh/100 km = mittlere Nebenleistung kW ÷ Durchschnitt km/h × 100

1,2 kW bei 80 km/h ergeben 1,5 kWh/100 km. Bei nur 30 km/h wären es 4 kWh/100 km, weil das Fahrzeug für 100 km deutlich länger unterwegs ist.

Tragen Sie die mittlere Leistung der Fahrt ein, nicht die kurzfristige Spitzenleistung. Vorheizen am Ladekabel und zyklischer Betrieb können den Durchschnitt verändern.

Verbrauch um zehn Prozent variieren

Die Tabelle zeigt −10%, Ihre angepasste Eingabe und +10%. Energie im Akku und Reserve bleiben gleich.

SzenarioVerbrauchReichweite bis ReserveStreckenenergieSoC am Ziel
—

Reichweite bei unterschiedlichen Ladeständen

Reserve und angepasster Verbrauch bleiben unverändert. Neben typischen Ladeständen erscheint auch Ihre aktuelle Eingabe.

Start-LadestandEnergie bis ReserveReichweite kmReichweite mi
—

Ladestand am Ziel und Streckenreserve

Streckenenergie ist Verbrauch mal Entfernung. Geteilt durch nutzbare Kapazität entsteht der verbrauchte Prozentanteil. Ein positiver Restweg bedeutet, dass die geplante Reserve noch nicht erreicht wird.

Ein negativer Wert zeigt die Distanz außerhalb des vorgesehenen Energiefensters. Ein knapp positives Ergebnis ist trotzdem keine Garantie: Wind, Umleitung, Kälte oder ein gesperrter Ladepunkt können den Puffer aufbrauchen.

Für lange Fahrten bleiben Fahrzeugnavigation, aktuelle Stationen und eine Ausweichmöglichkeit unverzichtbar.

Belastbare Eingaben finden

ParameterQuelleKontrolle
Nutzbare KapazitätTechnische Herstellerdaten oder dokumentierte FahrzeugdatenbankBrutto und netto nicht verwechseln
Aktueller SoCFahrzeugdisplay oder App kurz vor AbfahrtAusreichende Aktualität prüfen
VerbrauchLangzeitanzeige oder vergleichbare abgeschlossene StreckeEinheit und Batterie-/Netzgrenze prüfen
BedingungsaufschlagEigene Warm-/Kalt- und Stadt-/AutobahnhistorieBereits gemessene Effekte nicht doppeln
NebenleistungEnergieanzeige oder dokumentierte LeistungsannahmeMittelwert statt Spitze
DurchschnittstempoNavigation oder frühere FahrtNicht mit Höchstgeschwindigkeit verwechseln

Wie groß sollte die Reichweitenreserve sein?

Der Rechner schreibt keinen pauschalen Mindestwert vor. Eine Reserve ist eine Planungsentscheidung und sollte zur Strecke passen. Auf einer vertrauten Pendelroute mit vielen Ladealternativen kann die Situation anders aussehen als nachts, im Winter oder in einer Region mit großen Abständen zwischen Stationen. Auch Umwege, Gegenwind und ein ausgefallener Ladepunkt gehören in die Überlegung.

Prozent und Kilowattstunden beantworten dabei verschiedene Fragen. Zehn Prozent entsprechen bei 40 kWh nutzbarer Kapazität 4 kWh, bei 90 kWh dagegen 9 kWh. Die Ergebnisanzeige nennt deshalb nicht nur den Reserve-SoC, sondern auch die darin verbleibende Energie. Der Streckenpuffer übersetzt dieselbe Planung in Kilometer unter den gewählten Verbrauchsannahmen.

Für eine robuste Entscheidung können Sie die Reserve unverändert lassen und den Verbrauch um 10% erhöhen. Fällt der Ziel-SoC dann unter die Reserve, ist ein früherer Ladestopp oder ein höherer Startwert sinnvoller als das Schönrechnen des Puffers.

Kurzstrecke, Stadt und Autobahn getrennt betrachten

Ein Durchschnittsverbrauch über viele Monate ist nicht automatisch der passende Wert für jede Fahrt. Auf kurzen Winterstrecken fallen Aufheizen und Batterietemperierung zeitlich stark ins Gewicht. Der Nebenverbrauch pro 100 km kann hoch sein, obwohl die gefahrene Geschwindigkeit niedrig bleibt. Mehrere warme Anschlussfahrten können ein anderes Bild ergeben.

Auf der Autobahn ist die Fahrzeit pro 100 km kürzer, sodass eine konstante Heizung rechnerisch weniger kWh je 100 km beiträgt. Gleichzeitig kann der Fahrverbrauch durch Tempo, Luftwiderstand und Wind deutlich steigen. Deshalb behandelt der Rechner Fahrbedingungen und zeitabhängige Nebenleistung getrennt.

Bilden Sie nicht alle Fahrten mit einem einzigen Mischwert ab. Speichern oder notieren Sie mindestens ein Stadt-, ein Autobahn- und ein Kälteszenario. So erkennen Sie, ob der Akku oder vor allem die konkrete Nutzung den Reichweitenunterschied verursacht.

Beispiel: 75-kWh-Akku und 200 km Strecke

Ein Elektroauto hat 75 kWh nutzbar, startet bei 80% und soll 10% Reserve behalten. Grundverbrauch: 18 kWh/100 km. Nebenleistung: 1,2 kW bei durchschnittlich 80 km/h. Weitere Aufschläge: 0%.

Übung für Kfz- und Elektromobilitäts-Ausbildung

Ein Liefer-EV besitzt 60 kWh nutzbar, startet bei 90% und behält 15% Reserve. Grundverbrauch 20 kWh/100 km, Kälte +20%, Strecke +10%, Nebenleistung 2 kW, Durchschnitt 50 km/h. Berechnen Sie Gesamtverbrauch und Reichweite.

Typische Fehler bei der Reichweitenberechnung

  • Bruttokapazität vollständig als nutzbar behandeln.
  • Schutzpuffer des Akkus doppelt abziehen.
  • Netzenergie mit Ladeverlusten als Fahrverbrauch verwenden.
  • kWh/100 Meilen und kWh/100 km vermischen.
  • mi/kWh wie eine Verbrauchseinheit lesen, bei der mehr schlechter wäre.
  • Winteraufschlag auf einen bereits im Winter gemessenen Verbrauch addieren.
  • Spitzenleistung der Heizung als Dauermittel ansetzen.
  • Reserve ignorieren und 0% als normales Fahrtziel planen.
  • Eine kleine mathematische Reserve als sichere Ankunft verstehen.

Grenzen und nächster Auto-Rechner

Verbrauch und Nebenleistung bleiben über die ganze Route konstant. Nicht modelliert werden einzelne Steigungen, Rekuperationsgrenzen, Verkehr, Batterietemperatur, Vorkonditionierung, Niederschlag, Reifenwechsel, wechselnde Zuladung, Leistungsbegrenzung oder Ladestopps.

Rechnen Sie zusätzlich mit höherem Verbrauch und behalten Sie mehr als den rein mathematischen Puffer. Auf der Straße zählen aktuelle Fahrzeug- und Navigationsdaten.

Als Nächstes folgt der Reifengrößen-Rechner für Durchmesser, Umfang, Flankenhöhe, Radumdrehungen und Tachoabweichung.

FAQ – E-Auto-Reichweite, Akkukapazität und Reserve

Was berechnet der E-Auto-Reichweitenrechner?
Er schätzt die Strecke zwischen aktuellem Ladestand und geplanter Reserve aus nutzbarer Akkuenergie und angepasstetem Batterieverbrauch. Für eine geplante Fahrt wird zusätzlich der Ladestand am Ziel berechnet.
Soll ich Brutto- oder Nettokapazität des Akkus eingeben?
Wenn die nutzbare Nettokapazität bekannt ist, verwenden Sie diese direkt. Bei reiner Bruttoangabe wählen Sie Bruttokapazität und tragen den vom Batteriemanagement nutzbaren Anteil ein.
Werden Ladeverluste berücksichtigt?
Nein. Reichweite verwendet Energie, die während der Fahrt aus dem Akku entnommen wird. Verluste beim Laden betreffen Netzenergie und Ladekosten, nicht den Batterie-Verbrauchsnenner.
Welcher Verbrauchswert ist geeignet?
Am besten passt ein Langzeitwert oder der Verbrauch einer ähnlichen Strecke mit klarer Einheit. Ein WLTP-Wert kann Ausgangspunkt sein, bildet aber Wetter, Tempo und Höhenprofil nicht individuell ab.
Welche Verbrauchseinheiten unterstützt der Rechner?
Möglich sind kWh/100 km, kWh/100 Meilen, Meilen/kWh und km/kWh. Intern werden alle Angaben in kWh/100 km umgerechnet.
Wie funktionieren Wetter- und Streckenfaktor?
Beide Prozentsätze verändern den Grundverbrauch des Antriebs. Positive Werte stehen für Mehrverbrauch, negative für günstige Bedingungen. Es sind sichtbare Szenarioannahmen, keine automatische Wetterprognose.
Wie werden Heizung und Klimaanlage erfasst?
Die mittlere Nebenleistung in kW wird durch die Durchschnittsgeschwindigkeit geteilt. So entsteht ein Zusatzverbrauch in kWh/100 km, der bei langsamer zeitintensiver Fahrt stärker wirkt.
Was bedeutet die SoC-Reserve?
Das ist der Akkuanteil, den Sie vor dem nächsten Laden nicht planmäßig verbrauchen möchten. Die Reichweite endet bei dieser Reserve und nicht bei 0%.
Warum kann der Ladestand am Ziel negativ sein?
Ein negativer Rechenwert signalisiert, dass die geplante Strecke mehr Energie als das Start-bis-null-Fenster benötigt. Er ist kein tatsächlich erreichbarer Displaywert.
Wie berücksichtige ich Alterung des Akkus?
Verwenden Sie eine aktuell nutzbare Kapazität, wenn ein belastbarer Gesundheitswert vorliegt. Vermeiden Sie, dieselbe Alterung zusätzlich als zweiten pauschalen Abschlag anzusetzen.
Ist das Ergebnis eine WLTP- oder offizielle Reichweite?
Nein. Normreichweiten entstehen in festgelegten Prüfverfahren. Der Rechner ist eine individuelle Energiebilanz aus Benutzereingaben und keine zertifizierte Fahrzeugangabe.
Ersetzt der Rechner die Navigation des Fahrzeugs?
Nein. Eine vernetzte Routenplanung kann Höhenprofil, Verkehr, Wetter, Ladestationen und aktuelle Fahrzeugdaten verwenden. Planen Sie zusätzliche Reserve ein.