Aufschlagsrechner – Verkaufspreis, Kalkulationsaufschlag & Rohertrag

Berechnen Sie den Verkaufspreis aus Stückkosten und Kalkulationsaufschlag oder bestimmen Sie rückwärts den tatsächlichen Aufschlag aus Kosten und Verkaufspreis. Mit Rohertrag, entsprechender Bruttomarge und Gesamtwerten.

Kosten und Preisangaben

Verwenden Sie eine einheitliche Kostenbasis für Produkt, Auftrag oder Leistungseinheit.
%
Optionaler Faktor für Gesamtkosten, Umsatz und gesamten Rohertrag.
Schnellbeispiele

Laden Sie ein Preisszenario und passen Sie danach einzelne Werte an.

Preisergebnis

Verkaufspreis pro Einheit
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Rohertrag / Einheit
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Aufschlag auf Kosten
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Entsprechende Bruttomarge
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Preisfaktor
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Gesamtumsatz
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Gesamter Rohertrag
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Was bedeutet das Ergebnis?

Geben Sie Kosten und Aufschlag ein, um das Ergebnis einzuordnen.

Aufschlag vs. Marge

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Was beeinflusst den Preis?

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Was tun mit dem Ergebnis?

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Weiterrechnen

Nutzen Sie den Aufschlag als Ausgangspunkt und prüfen Sie denselben Preis anschließend aus Sicht von Marge, Vollkosten und Gewinnschwelle.

So funktioniert der Aufschlagsrechner

Der Kalkulationsaufschlag ist eine Preiskennzahl, die den aufgeschlagenen Betrag mit den Kosten vergleicht. Kostet eine Ware 80 € und Sie rechnen mit 25% Aufschlag, beträgt der Aufschlag 20 € und der Verkaufspreis 100 €. Die 25% beziehen sich auf die Kosten von 80 €, nicht auf den Verkaufspreis von 100 €.

Der Rechner deckt zwei typische Aufgaben ab. Im Modus Verkaufspreis aus Kosten + Aufschlag geben Sie Stückkosten und gewünschten Kalkulationsaufschlag ein. Im Modus Aufschlag aus Kosten + Verkaufspreis prüfen Sie einen vorhandenen Preis rückwärts. Die Menge skaliert die Stückwerte lediglich zu Gesamtwerten.

Formeln für den Kalkulationsaufschlag

Verkaufspreis = Kosten × (1 + Aufschlag % ÷ 100)

Aufschlag % = (Verkaufspreis − Kosten) ÷ Kosten × 100

Rohertrag pro Einheit = Verkaufspreis − Kosten

Zusätzlich zeigt der Rechner die entsprechende Bruttomarge, weil Aufschlag und Marge häufig verwechselt werden. Dafür gilt: Rohertrag ÷ Verkaufspreis × 100.

Beispiel: 25% Aufschlag sind nicht 25% Marge

Angenommen, ein Produkt kostet 80 € und Sie schlagen 25% auf.

  1. Aufschlagsbetrag: 80 € × 25% = 20 €.
  2. Verkaufspreis: 80 € + 20 € = 100 €.
  3. Rohertrag pro Einheit: 100 € − 80 € = 20 €.
  4. Bruttomarge: 20 € ÷ 100 € = 20%.

Der Vorgang hat damit einen Kalkulationsaufschlag von 25% und eine Bruttomarge von 20%. Der Rohertrag ist in beiden Betrachtungen derselbe; nur die Bezugsgröße ist anders.

KostenAufschlagVerkaufspreisBruttomarge
80 €25%100 €20%
80 €50%120 €33,33%
80 €100%160 €50%

Woher kommen die richtigen Stückkosten?

Die Aussagekraft der Aufschlagsrechnung hängt von der Kostenbasis ab. Verwenden Sie eine Definition, die zu Ihrer Preisentscheidung passt, und bleiben Sie beim Vergleich mehrerer Produkte oder Szenarien konsequent bei derselben Abgrenzung.

Handelsware

Ausgangspunkt ist der Einkaufspreis. Direkt zurechenbare Bezugskosten wie Fracht, Zoll oder Aufbereitung können je nach Kalkulationsschema in die Kostenbasis gehören.

Eigene Produktion

Verwenden Sie die Material-, Fertigungs- und sonstigen Produktkosten, die Ihre Kalkulation tatsächlich abdecken soll. Die Abgrenzung sollte mit Ihrer Kostenrechnung übereinstimmen.

Dienstleistungen

Schätzen Sie die direkten Kosten einer Stunde, eines Auftrags, Termins oder Leistungspakets. Interne Leistungskosten und der spätere Kundensatz sind nicht dasselbe.

Der Rechner kann nicht erkennen, welche Ausgaben Ihr Unternehmen als Einzelkosten, Gemeinkosten oder Vertriebskosten behandelt. Fehlt ein wesentlicher Kostenblock, kann ein scheinbar hoher Aufschlag trotzdem zu einem schwachen Gesamtergebnis führen.

Kalkulationsaufschlag und Bruttomarge richtig unterscheiden

Aufschlag und Marge betrachten denselben Rohertrag aus zwei Perspektiven. Der Aufschlag bezieht sich auf die Kosten, die Bruttomarge auf den Verkaufspreis. Deshalb dürfen die Prozentsätze nicht einfach gleichgesetzt werden.

Wenn zum Beispiel eine Bruttomarge von 40% benötigt wird, reichen 40% Kalkulationsaufschlag nicht aus. Ein Aufschlag von 40% führt nur zu rund 28,57% Bruttomarge. Dieser Rechner behandelt die Marge bewusst als zusätzliches Ergebnis, damit die Aufschlagskalkulation die Hauptaufgabe bleibt. Ein eigener Margenrechner kann später direkt von einer Zielmarge zum erforderlichen Preis rechnen.

Ist das Ergebnis realistisch?

Einen allgemein gültigen „normalen“ Aufschlag gibt es nicht. Ein sinnvoller Plausibilitätscheck vergleicht den Preis deshalb mit Ihrer tatsächlichen Kostenstruktur und dem Markt statt mit einem pauschalen Branchenwert.

  • Prüfen Sie, ob Kosten und Verkaufspreis dieselbe Einheit und dieselbe Steuerbasis verwenden.
  • Klären Sie, ob Fracht, Verpackung, Zahlungsgebühren, Provisionen, Retouren oder Schwund bereits in den Kosten stecken oder noch aus dem Rohertrag bezahlt werden müssen.
  • Vergleichen Sie den Preis mit realen Marktpreisen und dem Kundennutzen. Eine Formel allein bestimmt keinen marktfähigen Preis.
  • Zeigt die Rückwärtsrechnung einen negativen Aufschlag, liegt der Verkaufspreis unter der eingegebenen Kostenbasis.
  • Ist ein extrem hoher Aufschlag nötig, um Gemeinkosten zu decken, prüfen Sie Kostenmodell, Absatzmenge und Verteilung fixer Kosten erneut.

Was beeinflusst den berechneten Verkaufspreis am stärksten?

Im einfachen Aufschlagsmodell gibt es zwei direkte Treiber: Stückkosten und Aufschlagssatz. Bleibt der Aufschlag gleich, führt eine Erhöhung der Kosten um 10% auch zu einem 10% höheren berechneten Verkaufspreis. Bleiben die Kosten gleich, erhöht jeder zusätzliche Prozentpunkt Aufschlag den Verkaufspreis genau um 1% der Kosten.

Bei Stückkosten von 80 € erhöht ein Wechsel von 25% auf 26% Aufschlag den berechneten Preis daher um 0,80 € pro Einheit. Ein Wechsel von 25% auf 35% erhöht ihn um 8,00 €. Wie Kunden auf einen höheren Preis reagieren und wie sich dadurch die Absatzmenge verändert, ist nicht Bestandteil dieser Formel.

Was tun mit dem berechneten Preis?

Verwenden Sie das Ergebnis als Kontrollpunkt Ihrer Preiskalkulation und nicht automatisch als endgültigen Kundenpreis. Vor Angebot oder Veröffentlichung sollten Sie Kosten berücksichtigen, die außerhalb dieses einfachen Rohertragsmodells liegen.

  1. Kostenbasis prüfen: Wichtige direkte Kosten dürfen weder fehlen noch doppelt erfasst sein.
  2. Gemeinkosten abdecken: Aus dem Rohertrag müssen unter anderem Miete, Gehälter, Software, Verwaltung und Marketing finanziert werden.
  3. Vertriebskosten berücksichtigen: Kartengebühren, Marktplatzprovisionen, Rabatte, Retouren und Gewährleistung können den tatsächlich verbleibenden Betrag reduzieren.
  4. Steuern getrennt behandeln: Legen Sie fest, ob Ihre Arbeitswerte netto oder brutto sind, und wenden Sie die für Ihr Land geltenden Regeln separat an.
  5. Markt prüfen: Ein rechnerisch korrekter Preis kann wirtschaftlich ungeeignet sein, wenn er nicht zur Positionierung oder Zahlungsbereitschaft passt.

Typische Fehler bei der Aufschlagskalkulation

  • Marge als Aufschlag verwenden: 30% gewünschte Marge einfach als 30% Aufschlag einzutragen führt zu einer niedrigeren Marge als geplant.
  • Unvollständige Kostenbasis: Ein Aufschlag nur auf den Einkaufspreis kann Fracht, Aufbereitung oder andere direkt zurechenbare Kosten übersehen.
  • Rohertrag mit Nettogewinn verwechseln: Verkaufspreis minus Stückkosten ist noch nicht der endgültige Unternehmensgewinn.
  • Netto- und Bruttowerte vermischen: Unterschiedliche Steuerbasen verzerren Kosten, Verkaufspreis und den daraus berechneten Aufschlag.
  • Höheren Aufschlag automatisch für besser halten: Die Formel sagt nichts über Nachfrage oder mögliche Mengenverluste bei höheren Preisen aus.

Für Wirtschaftsschüler und Auszubildende: zuerst die Bezugsgröße verstehen

Die Aufschlagsrechnung eignet sich gut, um zu lernen, wie derselbe Rohertrag je nach Bezugsgröße unterschiedliche Prozentsätze ergibt. Beim Kalkulationsaufschlag teilen Sie durch die Kosten. Bei der Bruttomarge teilen Sie durch den Verkaufspreis.

Üben Sie mit den folgenden Aufgaben die Reihenfolge: Rohertrag bestimmen, richtige Bezugsgröße auswählen und danach den Prozentsatz berechnen. Die Lösungen werden mit denselben Formeln erzeugt wie der Rechner.

Aufgabe 1

Ein Produkt kostet 50 €. Ein Unternehmen kalkuliert 30% Aufschlag und verkauft 10 Stück. Bestimmen Sie Verkaufspreis, Rohertrag je Stück, Bruttomarge und gesamten Rohertrag.

Aufgabe 2

Ein Produkt kostet 80 € und wird für 100 € verkauft. Es werden 25 Stück verkauft. Berechnen Sie Aufschlag, Bruttomarge und gesamten Rohertrag.

Aufgabe 3

Eine Dienstleistung verursacht direkte Kosten von 120 €. Kalkulieren Sie 75% Aufschlag für 8 Leistungspakete. Bestimmen Sie Stückpreis und gesamten Rohertrag.

Preiskalkulation, nicht vollständige Rentabilität: Der Rechner misst Aufschlag und Rohertrag anhand der eingegebenen Stückkosten. Gemeinkosten, Steuern, Gebühren, Rabatte, Retouren, Finanzierung und Nachfrageeffekte werden nicht automatisch berücksichtigt. Prüfen Sie deshalb die gesamte Kostenstruktur, bevor Sie das Ergebnis als endgültigen Unternehmenspreis verwenden.

FAQ – Kalkulationsaufschlag, Verkaufspreis, Rohertrag und Marge

Was ist ein Kalkulationsaufschlag?
Der Kalkulationsaufschlag ist der Betrag, der auf die Kosten aufgeschlagen wird, um einen Verkaufspreis zu bilden. In Prozent gilt: (Verkaufspreis − Kosten) ÷ Kosten × 100.
Wie berechne ich den Verkaufspreis aus Kosten und Aufschlag?
Multiplizieren Sie die Kosten mit 1 plus dem Aufschlag als Dezimalzahl. Bei 25% Aufschlag auf 80 ergeben sich 80 × 1,25 = 100.
Wie berechne ich den Aufschlag aus Kosten und Verkaufspreis?
Ziehen Sie die Kosten vom Verkaufspreis ab, teilen Sie den Rohertrag pro Einheit durch die Kosten und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100.
Sind Aufschlag und Marge dasselbe?
Nein. Der Aufschlag bezieht den Rohertrag auf die Kosten, die Bruttomarge bezieht ihn auf den Verkaufspreis. 25% Aufschlag auf Kosten von 80 ergeben einen Verkaufspreis von 100 und eine Bruttomarge von 20%.
Warum ist die Marge bei positiven Werten kleiner als der Aufschlag?
Die Bezugsgrößen sind verschieden. Der Aufschlag teilt durch die niedrigeren Kosten, die Bruttomarge durch den höheren Verkaufspreis. Deshalb fällt der Margenprozentsatz für denselben Vorgang niedriger aus.
Kann der Aufschlag höher als 100% sein?
Ja. 100% Aufschlag verdoppeln die Kosten, 200% Aufschlag führen zum Dreifachen der Kosten als Verkaufspreis. Ob ein hoher Aufschlag wirtschaftlich realistisch ist, hängt von Angebot, Nachfrage, Wettbewerb und Kostenstruktur ab.
Welche Kosten soll ich als Einstand oder Stückkosten eingeben?
Verwenden Sie eine Kostenbasis, die zu Ihrer Preisentscheidung passt, und wenden Sie sie konsistent an. Bei Handelsware können dazu Einkauf und direkt zurechenbare Bezugskosten gehören. Gemeinkosten, Zahlungsgebühren, Retouren und Steuern müssen gegebenenfalls separat berücksichtigt werden.
Berücksichtigt der Rechner Mehrwertsteuer oder Umsatzsteuer?
Nein. Die Rechnung ist steuerneutral. Der Aufschlag wird auf die eingegebenen Kosten angewendet; Mehrwertsteuer oder andere länderspezifische Steuern werden nicht automatisch ergänzt.
Ist der hier gezeigte Rohertrag gleich dem Nettogewinn?
Nein. Der Rohertrag pro Einheit ist nur Verkaufspreis minus eingegebene Stückkosten. Gemeinkosten, Personal, Zahlungsgebühren, Marktplatzprovisionen, Werbung, Retouren, Finanzierung und Steuern werden nicht automatisch abgezogen.
Kann ich den Rechner für Dienstleistungen verwenden?
Ja. Verwenden Sie als Kosten die direkten Kosten einer Stunde, eines Auftrags, Termins oder Leistungspakets und schlagen Sie darauf den gewünschten Prozentsatz auf.
Was bewirkt das Feld Menge?
Die Menge skaliert die Stückwerte zu Gesamtkosten, Gesamtumsatz und gesamtem Rohertrag. Aufschlag und Verkaufspreis pro Einheit ändern sich dadurch nicht.
Was passiert, wenn der Verkaufspreis unter den Kosten liegt?
Im Rückwärtsmodus zeigt der Rechner einen negativen Aufschlag und einen negativen Rohertrag. Auf Basis der eingegebenen Kosten wird dann unter Einstand verkauft.
Wie hoch sollte mein Aufschlag sein?
Es gibt keinen allgemein richtigen Aufschlag. Er muss zur vollständigen Kostenstruktur, zu Gemeinkosten, Zielgewinn, Wettbewerb, Rabatten, Retouren, Steuern und zur Zahlungsbereitschaft der Kunden passen.
Warum können Werte aus der Buchhaltung abweichen?
Buchhaltung und Warenwirtschaft können Fracht, Personal, Gemeinkosten, Rabatte, Steuern und andere Kosten unterschiedlich zuordnen. Dieser Rechner ist ein transparentes Stückpreismodell; vergleichen Sie deshalb die verwendete Kostenbasis mit Ihren eigenen Unternehmensdaten.