Nach dem Antriebskosten-Vergleich weiterprüfen
Das bevorzugte Fahrzeug detailliert kalkulieren, den Antrieb am realen Fahrprofil testen und unterschiedliche Energieeinheiten technisch richtig einordnen.
Welche Annahme entscheidet?
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Zwei Antriebe mit denselben Grenzen vergleichen
Der Kaufpreis allein beantwortet nicht, welches Auto günstiger ist. Niedrige Energiekosten können einen höheren Wertverlust ausgleichen – oder über eine kurze Haltedauer zu wenig Gewicht haben. Der Rechner führt beide Wirkungen in einem gemeinsamen Zeitraum zusammen.
Jede Seite kann Benzin, Diesel, HEV, PHEV, Elektro oder Wasserstoff abbilden. Eigene Namen erlauben auch den Vergleich zweier Modelle derselben Technik. Automatische Durchschnittspreise werden nicht eingesetzt.
Diese Seite ist für den direkten Vergleich zweier Antriebe ausgelegt. Für eine ausführliche Kostenakte eines einzelnen Fahrzeugs bleibt der Autokostenrechner zuständig.
Formel der Gesamtkosten je Fahrzeug
Die absolute Differenz zeigt den Kostenvorteil über die Haltedauer. Durch die Jahre geteilt entsteht der Jahresdurchschnitt; durch die Gesamtstrecke geteilt ergeben sich Kosten pro Kilometer.
Tilgung ist kein zusätzlicher Kostenblock, weil der Kaufpreis bereits enthalten ist. Aus einer Finanzierung gehören nur Zinsen und Gebühren in das Feld. Förderungen reduzieren den Kaufpreis nur, wenn sie den persönlichen Aufwand tatsächlich senken.
Energieformeln für Benzin, Diesel, Hybrid, Elektro und H₂
| Antrieb | Berechnung | Entscheidende Eingabe |
|---|---|---|
| Benzin oder Diesel | Strecke × l/100 km × Preis/l | Langzeitverbrauch und richtige Gallonenumrechnung |
| Vollhybrid | Gleiche Kraftstoffformel | Gemessener Verbrauch einschließlich Hybrideffekt |
| Plug-in-Hybrid | Kraftstoff für Motorstrecke + Netzstrom für elektrische Strecke | Real erreichter elektrischer Anteil |
| Elektroauto | Batteriebedarf ÷ Ladewirkungsgrad × Strompreis | Preis aus dem tatsächlichen Lademix |
| Wasserstoff-FCEV | Strecke × kg/100 km × Preis/kg | Erreichbarer Verbrauch und lokal verfügbarer H₂-Preis |
Vergleichbarkeit vor dem Rechnen herstellen
Beide Fahrzeuge erhalten dieselbe Haltedauer und Kilometerleistung. Fahrzeugbezogen bleiben Kaufpreis, Restwert, Jahreskosten und Verbrauch. Größe, Platz, Reichweite, Anhängelast und Ausstattung sollten ähnlich genug sein, damit der finanzielle Vergleich eine echte Alternative beschreibt.
Steuern und Förderungen müssen auf beiden Seiten gleich abgegrenzt werden. Ein Bruttopreis für privat darf nicht mit einem betrieblich abziehbaren Nettopreis vermischt werden. Auch Inzahlungnahme und Händlerbonus benötigen eine einheitliche Behandlung.
Ein günstiger Heimstromtarif passt nur dann in die Rechnung, wenn der entsprechende Ladeanteil realistisch erreichbar ist.
Restwert kann wichtiger sein als der Energiepreis
Der Wertverlust entsteht aus Kaufpreis minus Verkaufserlös. Ein teureres Auto kann günstig bleiben, wenn es einen hohen Restwert hält. Umgekehrt kann ein niedriger Strom- oder Kraftstoffpreis einen ungünstigen Wiederverkaufswert innerhalb weniger Jahre nicht vollständig kompensieren.
Suchen Sie Vergleichsfahrzeuge mit dem Alter und Kilometerstand, die am Ende Ihrer Haltedauer erwartet werden. Nutzen Sie vorsichtige und günstige Werte; pauschale Prozentsätze für ganze Antriebsarten sind zu grob.
Der Auto-Wertverlust-Rechner erstellt dafür einen eigenen Jahresverlauf.
Kostenaufteilung über die Haltedauer
Die Spalte A − B ist positiv, wenn Fahrzeug A in der jeweiligen Kategorie mehr kostet. Ein negatives Vorzeichen bedeutet höhere Kosten bei B.
| Kostenart | Fahrzeug A | Fahrzeug B | A − B |
|---|---|---|---|
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Break-even-Kilometer richtig lesen
Fixe Besitzkosten werden von Energiekosten je Kilometer getrennt. Der Schnittpunkt beider Kostenlinien lautet:
Ein positiver Wert zeigt, ab welcher Jahresfahrleistung die Reihenfolge wechselt. Fehlt ein positiver Schnittpunkt, ist ein Fahrzeug bei Fix- und variablen Kosten günstiger oder der mathematische Schnitt liegt im negativen Bereich.
Restwert, Wartung und Reifen bleiben dabei konstant. Da diese Größen in der Realität auf hohe Laufleistung reagieren, ist der Break-even ein Orientierungswert.
Fahrleistung mit drei Szenarien prüfen
Die Tabelle verwendet 50%, 100% und 150% Ihrer Jahreskilometer. Energie und Gesamtkosten werden neu berechnet, die übrigen Eingaben bleiben unverändert.
| Szenario | Jahresfahrleistung | Fahrzeug A gesamt | Fahrzeug B gesamt | Günstiger und Differenz |
|---|---|---|---|---|
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PHEV und Lademix realistisch ansetzen
Beim Plug-in-Hybrid entscheidet das Ladeverhalten über die Kosten. Motorverbrauch gilt nur für die nicht elektrisch gefahrene Strecke. Ein bereits gewichteter Prüfverbrauch darf nicht noch einmal mit dem elektrischen Anteil verrechnet werden.
Bei PHEV und BEV wird Netzstrom bezahlt. Stammt der Verbrauchswert schon vom Stromzähler oder der Ladesäule, sind Ladeverluste oft enthalten und dürfen nicht doppelt aufgeschlagen werden. Bilden Sie aus Heim-, Arbeits- und öffentlichem Laden einen gewichteten Preis.
Beispiel: Benziner gegen Elektroauto
Über fünf Jahre und 15.000 km/Jahr hat Fahrzeug A fixe Besitzkosten von 33.500 € und Energiekosten von 0,1224 €/km. Bei B sind es 38.000 € und rund 0,07043 €/km.
- A: 75.000 km × 0,1224 € = 9.180 € Energie; gesamt 42.680 €.
- B: 75.000 km × 0,07043 € ≈ 5.282,61 € Energie; gesamt etwa 43.282,61 €.
- Bei 15.000 km/Jahr ist A um ungefähr 602,61 € günstiger.
- Schnittpunkt = (38.000 € − 33.500 €) ÷ [5 × (0,1224 € − 0,07043 €)] ≈ 17.320 km/Jahr.
- Oberhalb dieser vereinfachten Schwelle kann B den Fixkostennachteil durch günstigere Energie ausgleichen.
Übung für Kfz-Ausbildung und Fahrzeugwirtschaft
Ein HEV verursacht über fünf Jahre 31.000 € fixe Besitzkosten und 0,095 €/km Energie. Ein PHEV liegt bei 34.500 € Fixkosten und 0,055 €/km gemischter Energie. Berechnen Sie die Break-even-Jahresfahrleistung und das günstigere Fahrzeug bei 12.000 km/Jahr.
- Fixkostendifferenz = 34.500 € − 31.000 € = 3.500 €.
- Energievorteil PHEV = 0,095 € − 0,055 € = 0,040 €/km.
- Break-even = 3.500 € ÷ (5 × 0,040 €/km) = 17.500 km/Jahr.
- Bei 12.000 km/Jahr entstehen 60.000 km Gesamtstrecke.
- HEV = 31.000 € + 60.000 × 0,095 € = 36.700 €.
- PHEV = 34.500 € + 60.000 × 0,055 € = 37.800 €. Der HEV ist im Szenario 1.100 € günstiger.
Typische Fehler im Antriebsvergleich
- Fahrzeuge mit deutlich anderer Größe oder Leistung als gleichwertig behandeln.
- Kredittilgung zusätzlich zum Kaufpreis eintragen.
- Beim PHEV einen gewichteten Normverbrauch als reinen Motorverbrauch nutzen.
- Ladeverluste auf bereits am Netz gemessene kWh aufschlagen.
- Nur Heimladen kalkulieren, obwohl häufig öffentlich geladen wird.
- Versicherung, Steuer, Wartung oder Reifen auf einer Seite vergessen.
- Restwert ohne Modell- und Marktdaten pauschal festlegen.
- Break-even als exakt ansehen, obwohl Restwert und Wartung trotz anderer km konstant bleiben.
- Den günstigeren Rechenfall zum grundsätzlich besten Antrieb erklären.
Grenzen und nächster Auto-Rechner
Verbrauch, Energiepreise und Jahreskosten bleiben über die Zeit konstant. Nicht enthalten sind Lade- oder Tankzeit, Steueränderungen, Batterie- oder Brennstoffzellenrisiko, ungeplante Reparaturen, Inflation, Barwert, entgangene Kapitalrendite, betriebliche Steuerfolgen und Umweltkosten.
Prüfen Sie hohe Energiepreise und vorsichtige Restwerte. Eine belastbare Alternative sollte nicht von einer einzigen optimistischen Zahl abhängen.
Als Nächstes folgt der E-Auto-Reichweitenrechner für nutzbare Batteriekapazität, Verbrauch, Reserve, Wetter und Nebenverbraucher.